In der Sitzung der Gemeindevertretung Höchst am 24. August wurden wichtige Entscheidungen getroffen: Für die Realisierung von Calisthenics-Anlage und Pumptrack sind erste Schritte erfolgt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den innerörtlicher Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen CAP-Gelände wurden geschaffen. Auf dem Parkplatz am Ärztehaus werden – zum Bedauern der GRÜNEN – Parkgebühren eingeführt und ein Parkscheinautomat aufgestellt.
Ein Pumptrack und eine Calisthenics-Anlage in Höchst – deren Realisierung rückt nun endlich näher. Denn auf Antrag der GRÜNEN-Fraktion hat die Gemeindevertretung im August mit großer Mehrheit beschlossen, dass bis Ende 2026 im zukünftigen Mehrgenerationen-Park entlang der Mümling Standorte für Pumptrack und Calisthenics-Anlage geprüft und den kommunalen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden. Zudem soll danach zeitnah die Planung für diese beiden Aktionsräume an ein Fachplanungsbüro vergeben und Fördergelder beantragt werden. „Es ist ein wichtiges Anliegen der Höchster GRÜNEN, insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsene sportliche Aktivitäten im Freien zu ermöglichen und attraktive Treffpunkte für junge Menschen zu schaffen“, betont Maline Thierolf-Jöckel, Co-Sprecherin der Fraktion. Die vermissen in Höchst frei zugängliche Orte im Freien, die Bewegung und Begegnung ermöglichen, eine hohe Aufenthaltsqualität haben und attraktive Angebote für ihre Altersgruppe bieten – das haben mehrere Umfragen ergeben. Wie wichtig solche Angebote als Ergänzung zu den Sportangeboten der Vereine für junge Menschen sind, das zeigen die gut besuchten Pumptrack in Erbach, Lützelbach und Groß-Umstadt, die Calisthenics-Anlage in Erbach und der Dirtpark in Michelstadt. All diese Sportangebote steigern die allgemeine Fitness, bauen Stress ab, bieten kleine Erfolgserlebnisse und es entstehen Treffpunkte, wo junge Menschen in der Freizeit unter sich sein können und kein Konsumzwang besteht.
Lebensmittelmarkt in Ortszentrum
Die Höchster GRÜNEN-Fraktion hat sich stets für den geplanten Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen CAP-Gelände ausgesprochen. Deshalb hat sie in der Gemeindevertretung im August nicht gegen die Satzung des rechts und dienen verbindlichen Bebauungsplans gestimmt, obwohl die Fraktion die Festsetzungen zu Gebäudehöhen, Schallschutz etc. kritisch bewertet und Änderungen vorgeschlagen hat – diese wurden von den anderen Fraktionen leider abgelehnt. Die GRÜNEN-Fraktion hat gegen den Städtebaulichen Vertrag der Gemeinde Höchst mit der Investorengruppe BSM gestimmt, denn einerseits sind weder verbindliche Andienungs- und Öffnungszeiten für den Lebensmittelmarkt noch Zufahrtsbeschränkungen festgelegt worden, um die Anwohnerinnen und Anwohner vor nächtlichem Lärm zu schützen. Andererseits wird in dem Vertrag pauschal die Unterstützung der Gemeinde für die Planungen zur Erweiterung des REWE-Marktes im Gewerbegebiet Aue zugesagt.
Gegen Parkscheinautomat und Parkgebühren
Die GRÜNEN-Fraktion hat sich in der Gemeindevertretung gegen die Aufstellung eines Parkautomaten – kostet rund 12.000 Euro – und gegen Parkgebühren am Parkplatz neben dem Ärztehaus ausgesprochen. Aus Sicht der GRÜNEN sind das keine wirksamen Instrumente, sondern es wird unter anderem zu Verdrängungseffekten führen, wenn die Straßen im Umfeld zugeparkt werden. Ein Vermittlungsvorstoß von Wolfram Beck, Co-Sprecher der GRÜNEN-Fraktion, wurde abgelehnt. Er hatte beantragt, probeweise auf ein kostengünstiges, digitales System ohne Parkscheinautomat zu setzen. Die digitale Lösung wäre flexibel anzupassen oder eben auch abzuschalten, wenn sich Parkgebühren als ungeeignet erweisen. KAH- und SPD-Fraktion haben mit ihrer Stimmen-Mehrheit für Parkgebühren und für eine digitales System mit einen Parkautomaten gestimmt. Merve Adem hat für die GRÜNEN-Fraktion das ungerechtfertigte Gegeneinanderstellen der Interessen verschiedenen Generationen in der Debatte kritisiert – insbesondere die Polemik gegenüber Schüler.innen der Oberstufe der Ernst-Göbel-Schule (EGS), die mit dem Auto aus Unterfranken oder anderen schlecht an den ÖPNV angebundenen Ortschaften des Odenwaldes kommen. Die GRÜNEN bedauern den Beschluss, werden die Parksituation beobachten und sich auch zukünftig für die Interessen der Patientinnen und Patienten des Ärztehauses wie auch der Schülerinnen und Schüler der EGS einsetzen.
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