Programm der Höchster GRÜNEN 2026 - 2031
Ortsbild, Tourismus und Verkehr: Miteinander ist für alle gut
- Von attraktiveren, belebten Ortsmittelpunkten, mehr Bäumen und schönen, naturnahen Grünflächen profitieren Bürger.innen, Geschäftsleute und Touristen gleichermaßen. Engagierte können in Initiativen für eine Aufwertung der Ortskerne selbst aktiv werden, mitgestalten und Patenschaften für Bäume und Grünanlagen übernehmen.
- Für Sauberkeit im öffentlichen Raum braucht es Strategien gegen „Vermüllung“: Prävention, Aufklärung, Kontrolle und Sanktionen. Ebenso einen Wertstoffhof für die Unterzent.
- Fußwege im Kernort und den Ortsteilen sollen bequem, sicher und möglichst barrierefrei sein. Ein Schulmobilitätsplan ist erforderlich, damit Kinder eigenständig und sicher unterwegs sein können.
- In die Radwege im Kernort sowie in und zwischen den Ortsteilen soll investiert werden, damit diese von allen sicher und gut im Alltag zu nutzen sind.
- „Tempo 30“ auf den Straßen, Verkehrsberuhigung an Ortseingängen sowie partielle Lkw-Durchfahrtsverbote sorgen für mehr Sicherheit und weniger Lärm.
- Gefährliche, konfliktreiche Stellen müssen umgestaltet werden: Übergang B426 zwischen Mümlingstraße und Gewerbegebiet Aue; Kreuzung B426 Erbacher-/Dusenbacher Straße/Kleingärtenweg sowie die Bahnunterführung an der Bismarckstraße
- Der Einsatz für einen verlässlichen, gut vernetzten Bus- und Bahnverkehr ist ebenso nötig wie E-Bike--und E-Carsharing-Angebote sowie die Förderung der taxOMOBIL-Nutzung.
Wirtschaft und Verwaltung: nachhaltig verbessern
- Eine neue Personalstelle für Wirtschaftsförderung soll die bestehenden Betriebe zielgerichtet unterstützen und auf die Ansiedlung weiterer (Handwerks-)Betriebe und Geschäfte inklusive CoWorking Space* abzielen.
- Eine gute wohnortnahe Versorgung im Kernort und den Ortsteilen ist uns wichtig. Dazu gehört ein neuer Lebensmittelvollsortimenter auf dem ehemaligen CAP-Gelände und der Erhalt der Fachgeschäfte. Das belebt das Ortszentrum. Ein neuer überdimensionierter REWE-Center würde dies gefährden.
- Spielcasinos und Wettbüros sollen stärker kontrolliert und reglementiert werden.
- Transparente kommunale Politik und Verwaltung mit interaktiven, digitalen Zugängen schafft Akzeptanz und Vertrauen.
- Die Interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen soll ausgebaut werden, damit Wissenstransfer gewährleistet wird und Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
- Bürgerinnen und Bürger an allen wichtigen Entscheidungen beteiligen – analog und digital, das sollte Standard werden. Ebenso Foren für Kinder und Jugendliche, damit deren Bedürfnisse und Perspektiven berücksichtigt werden. Mit einem Budget für die Bürgerschaft werden gute Ideen umgesetzt und das Engagement gestärkt.
*) CoWorking-Spaces bieten moderne Arbeitsplätze mit Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner u.a.). Sie werden insbesondere von freiberuflich Tätigen oder Personen genutzt, die Zuhause über keinen Arbeitsplatz verfügen
Von Jung bis Alt: Mehr Platz für alle!
- Treffpunkte und Aktionsräume für Jugendliche und junge Erwachsene: Ein Pumptrack und eine Calisthenics-Anlage endlich realisieren, freier Zugang zum Basketballplatz.
- Mehr Raum für den Jugendtreff und vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche – auch in den Schulferien.
- Ein flexibles, qualitätvolles und integratives Betreuungsangebot wohnortnah in den Kindertagesstätten. Mittelfristig sollen Kitas zu Familienzentren werden.
- Erlebnisorientierte Spielplätze mit inklusiven Elementen schaffen. Ein Mehrgenerationenpark mit Ruhebereichen und Aktivitätszonen gestalten, der alle Sinne anregt.
- Neue Wohnkonzepte unterstützen, die sozial, ökologisch und bezahlbar sind. Generationenübergreifendes Wohnen, offene sowie inklusive Wohnformen ermöglichen. Beratungsangebote für die Sanierung von Bestandsgebäuden kann Leerstand mindern.
- Gemeinsam statt einsam: Rahmenbedingungen schaffen, damit ein selbstbestimmtes, gutes Leben im Alter möglich ist.
- Fach- und Hausärzte vor Ort, Pflegeeinrichtungen, Sozialstation, Generationenhilfe u.a. sollen die Versorgung sichern, das muss unterstützt werden.
- Das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Initiativen soll gestärkt werden. Feuerwehren sind bedarfsgerecht auszustatten und zu unterstützen.
- Ein Forum kann alle, die in Kunst und Kultur aktiv sind, vernetzen und stärken. Die Vielfalt der Kulturangebote soll ausgebaut, die Infos breiter gestreut werden.
Natur -Umwelt – Klima -Tierschutz: jetzt umsteuern!
- Eine ökologische und klimaangepasste Waldbewirtschaftung sichert ebenso unsere Lebensgrundlagen wie die Ausweisung des Naturschutzgebietes ‚Annelsbacher Tal‘ und der Erhalt der Streuobstwiesen (Misteln entfernen!). Diese bieten verschiedene Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.
- Die Sicherung und Renaturierung von Gewässern wie Mümling, Bäche und Teiche dient dem Hochwasser- und Naturschutz. Mehr klimaangepasste Bäume innerorts, artenreiche Pflanzflächen und (Trinkwasser-)Brunnen schützen vor Überhitzung
- Katzenschutzverordnung und mehr sollen Leid von Tieren verhindern. Die Tierheime brauchen stärkere Unterstützung. Wildtiere wie Amphibien und Biber sind besser zu schützen.
- Ein effizienter und sparsamer Einsatz von Energie ist unabdingbar – vor allem bei den kommunalen Gebäuden, die energetisch saniert und mit Solaranlagen bestückt werden müssen. Die interkommunale Wärmeplanung muss schnell für Planungssicherheit sorgen.
- Anreize für mehr Solaranlagen auf privaten Gebäuden, Gewerbeflächen, über Parkplätzen und anderen Standorten stärken den Ausbau der Erneuerbaren Energien und sind gut fürs Klima.